Sonntagsschuldienst
Das Rückgrat der Kirche: geistliche Bildung vom Kindergartenalter bis zur Matura, wöchentlich nach der Heiligen Messe.
Bildung und Formung im Glauben
Die Sonntagschule wurde 1918 vom ägyptischen Erzdiakon und Heiligen Habib Gerges gegründet und hat sich seither in jeder koptischen Gemeinde weltweit etabliert. Sein Grundsatz — dass die Kinder Gottes in allen Lebensbereichen gebildet sein sollen — wird in Österreich bis heute fortgesetzt.
Wie der Unterricht aussieht
Der Dienst begleitet die Heranwachsenden ab etwa drei Jahren lückenlos bis zur Matura und darüber hinaus in die Jugendversammlungen. Die Klassen sind nach Altersstufen eingeteilt; der Unterricht findet wöchentlich nach der Heiligen Messe statt, in einigen Kirchen auch samstags.
Auf dem Lehrplan stehen:
Glaube, Bibel, Dogmen und kirchliche Traditionen.
Die koptische Sprache und die alten Hymnen.
Christliche Ethik — und wie sie im Alltag aussieht.
Neben dem klassischen Unterricht kommen Puppentheater, Basteln, Singen und Gruppenarbeiten zum Einsatz. Einmal im Monat werden Geburtstage gefeiert; dazu kommen Ausflüge und die jährlichen Konferenzen in den Sommer- und Weihnachtsferien.
Warum es mehr ist als Unterricht
Die Sonntagschule ist der Ort, an dem Kinder erfahren, dass die Kirche eine Familie ist. Hier schöpfen sie ihre koptische Identität, knüpfen Freundschaften fürs Leben und werden auf ein Leben in Familie, Gemeinde und Gesellschaft vorbereitet.